Historie & Wappen

Im Namen Vrees ist das altfriesische vris = Moor, Moder enthalten, vergl. auch Vrisebeke, Vrisendonk und Friesland. Der Name taucht in jüngerer Zeit erst wieder als Vrees auf. Der Ort war zunächst sächsisch, geriet aber unter friesischen Einfluss und wurde später zum Sigiltra-(Sater-) Gau gerechnet. Hermann Abels vermutet für Weres einen Schreib- oder Lesefehler und nimmt eine Friesenkolonie in diesem Ort an.

Urkundlich wird Vrees zum ersten Mal im Jahre 947 n. Chr. erwähnt. Im alten Hümmlingbuch von 1929 beginnt die Ortsgeschichte von Vrees mit der Annahme, dass sich einige „Ingewanderte“ aus Friesland zwischen Lastrup und Scharrel ansiedelten.

So ist der Name „Vrees“ wahrscheinlich von dem Ausdruck „Friesen“ abgeleitet. Man siedelte sich um die von knorrigen Eichen entstandene Brinke (Geestrücken) in geschlossenen Haufendörfern an. Die Geschichte von Vrees wurde im Jahre 1997 vom Heimatverein Vrees in einem Buch ausführlich zusammengefasst

Ein schräglinker Balken wird begleitet oben von einer grünen Eiche mit schwarzem Stamm auf goldenem Feld und unten von einer goldenen Mitra, unterlegt durch einen schräglinken Bischofsstab mit nach unten offener Krucke, von der ein Panisellium mit den Buchstaben S. N. herabhängt, auf rotem Feld.

Der blaue Balken steht für den Namen Vrees, welcher, der ältesten Schreibweise Weres in der Schenkungsurkunde Ottos d. Gr. von 947 folgend, als Moor, Sumpf und Fließendes, Wasser gedeutet werden kann. Ebenso versinnbildlicht er die Gewässer in der Gemarkung Vrees wie Dorfteich und Marka, deren Name Grenzbach ihre Bedeutung im Laufe der Geschichte genau beschreibt.

Die grüne Eiche ist Symbol für die vielen gepflegten und darum auch so beeindruckenden Eichenbrinke in und um Vrees, die dem Dorf seinen besonderen Reiz verleihen. Die Eiche erinnert aber auch an die früheren Landesherren, die Fürstbischöfe von Münster und die Herzöge von Arenberg, die den Hümmling vorzugsweise als Jagdgebiet nutzten. Der Eleonorenwald bei Vrees ist Teil solcher ehemaliger hochherrschaftlicher Jagd- und Forstreviere und befindet sich seit 1928 im Eigentum der heute gemeinnützigen Arenberg-Meppen GmbH.

Mitra und Stab in Verbindung mit den Buchstaben S. für Sanctus und N. für Nikolaus verweisen auf den Schutzpatron der Pfarrkirche, die noch heute den weithin sichtbaren Mittelpunkt der Gemeinde bildet. Den hl. Nikolaus zum Patron eines kleinen Dorfes, fernab von Schifffahrt und Welthandel gelegen, zu wählen, ist historisch interessant und darum wert, im Wappenbild festgehalten zu werden. Die Farben Rot und Gold drücken die Verbundenheit aus mit den anderen vier Gemeinden Lahn, Lorup, Rastdorf und Werlte, die zusammen mit der Gemeinde Vrees seit 1973 die Samtgemeinde Werlte bilden und auf deren Wappen ebenfalls diese Farben stehen. Das Vreeser Wappen wurde 1997 im Rahmen einer Feier zum 1050-jährigen Bestehen der Gemeinde entworfen.

Vrees